True Stories from the Living Lands/de

From Pillars of Eternity Wiki
Jump to: navigation, search
Wahre Geschichten aus dem Land der Lebenden
Questionmark black.png
Allgemein
Ausrüstung
Gegenstandstyp
Kategorie
Seelengebunden
No
Einzigartig
No
Wert
0 Copper pands (cp)
Technisches
Gegenstands ID
lore_book_true_stories

Wahre Geschichten aus dem Land der Lebenden ist ein Buch in Pillars of Eternity das vom Land der Lebenden erzählt.

Beschreibung[edit | edit source]

Nur die mutigsten Abenteurer wagen die lange, gefährliche Reise in das Land der Lebenden. Seine Schönheit lässt sich nicht leugnen – allein die Vielfalt der Pflanzenwelt ist der Traum eines jeden Kräuterkundlers. Aber nur die wenigsten sind dem Risiko gewachsen, mit dem eine unbekümmerte Reise durch diese unberührten Hügel verbunden ist.

Ich will ein wenig über das Land selbst berichten – Hügel, Gras, Sonne. Das ganze Gebiet scheint eine einzige Aneinanderreihung von Hügeln und Tälern zu sein, jeweils mit völlig eigenständigem Ökosystem. Gewiss, diese Behauptung mag ein klein wenig übertrieben sein, doch sie ist nicht weit von der Wahrheit entfernt. Durch die Kombination aus Sonne, geografischer Lage, Nähe zum Süßwasser, Taltiefe und die Existenz von heißen Quellen besitzt das Land der Lebenden eine vielseitige Flora und Fauna. Man kann in ein Tal hinabspazieren und nichts als saftige grüne Hügel sehen. Steigt man die nächste Anhöhe hinauf, ist man plötzlich von Felsen und dampfenden Mineralquellen umgeben.

Und die Lebewesen! Ich habe im Verlauf meiner Reisen wirklich alles gesehen, aber die Fauna hier erstaunt mich immer wieder aufs Neue!

Trolle
Niemals werde ich meine Begegnung mit den Trollen im Land der Lebenden vergessen. Ich hatte gerade mit Mühe und Not vermeiden können, von einer riesigen Pflanze gefressen zu werden (dazu später mehr) und rannte so schnell ich konnte. Ich gelangte an die Kuppe eines Hügels und vor mir erstreckte sich ein weites, grünes, nasses Tal, bedeckt mit niedrigen Bäumen mit dicken Ästen. Überall wuchsen Ranken! Zwischen den Bäumen, auf ihren Wipfeln, auf dem Boden – es war ein einziges Gewirr aus grünen Ranken. Vorsichtig arbeitete ich mich in das Talbecken vor, immer auf der Ausschau nach Gefahren. Ein Glück! Ich bemerkte, dass nicht alle Bäume wirklich Bäume zu sein schienen. Ich blieb plötzlich stehen und ließ mich zu Boden fallen, um weniger auffällig zu sein. Einer der Bäume bewegte sich. Er wankte langsam von den anderen Bäumen in seiner Umgebung fort. Da erkannte ich, dass es ein Troll war, der aus der Baumgruppe trat, in der er sich ausgeruht hatte. Wäre ich noch einige Schritte weitergegangen, ich wäre inmitten der Heimat der Trolle gelandet. Die Tarnung dieser Trolle war einzigartig, noch niemals hatte ich etwas Derartiges gesehen. Ich hoffe, einmal an diesen Ort zurückkehren zu können, um sie noch weiter zu beobachten.

Insekten
Ich habe sie zwar selbst nie gesehen, doch ich habe Berichte von riesigen Insekten im Land der Lebenden gehört. Hundertfüßer, Fliegen, Moskitos und Hornissen zehnmal so groß wie sonstwo! Man stelle sich vor, man hat gerade sein Lager aufgeschlagen. Neben dem Zelt brennt ein gemütliches Feuer. Im Kochtopf köchelt ein schmackhaftes Abendessen leicht vor sich hin. Man setzt sich nieder, um nach einem beschwerlichen Tag endlich ein wenig zu entspannen. Man spürt ein Kitzeln an den Füßen, beharrlich und anhaltend. Man greift nach unten und berührt etwas Hartes, Langes, Wendiges, das sich um seinen Stiefel gewunden hat. Man blickt hinab und sieht einen Hundertfüßer so groß wie der eigene Arm, der gemächlich über die eigenen Füße krabbelt, um auf die andere Seite des Lagers zu gelangen. Man würde wohl schleunigst sein Lager wieder abbrechen, was? Genau das tat mein Freund, als er bemerkte, dass er sein Feuer neben einem Hundertfüßernest entzündet hatte.

Pflanzen
Und ehe wir es vergessen – auch vor den Pflanzen muss man sich hüten! Ich hatte eine wunderbare Ansammlung von riesigen Blumen entdeckt. Sie waren leuchtend rosa und wuchsen in einem Kreis um einen Stängel herum. Dieser Duft! Mir fehlen die Worte, um zu beschreiben, wie wunderbar er war. Süß, fruchtig und leicht, ein klein bisschen scharf. Als ich die Blumen genauer besah, entdeckte ich, dass auf dem Stängel in ihrer Mitte Beeren wuchsen. Ich musste sie einfach haben! Ich begann also, mich durch die Blumen zu quetschen. Dann begannen die Ranken am Fuß der Pflanze zu zucken und die Blüten drehten sich zu mir. In diesem Augenblick erkannte ich, dass es keine Blumen waren, sondern Kiefer! Ich war auf die Tarnung hereingefallen! Eilige drängte ich wieder hinaus, gerade noch rechtzeitig. Die Blumen schnappten zu. Hätte ich noch dort gestanden und vergeblich versucht, die Beeren zu erreichen … ich würde heute nicht dieses Buch schreiben.