Animancy in the Modern Age/de

From Pillars of Eternity Wiki
Jump to: navigation, search
Die Beseelung im modernen Zeitalter
Questionmark black.png
Allgemein
Ausrüstung
Gegenstandstyp
Kategorie
Seelengebunden
No
Einzigartig
No
Wert
0 Copper pands (cp)
Technisches
Gegenstands ID
lore_book_animancy

Die Beseelung im modernen Zeitalter ist ein Buch in Pillars of Eternity über die Beseelung.

Beschreibung[edit | edit source]

Die Beseelung ist eine ebenso angesehene wie verteufelte Wissenschaft, oft von ein und derselben Person. Trotz all der Forschungen, die auf dem Gebiet angestellt werden und wurden, wissen wir noch sehr wenig. Das Leben selbst kontrollieren! Auf dieses Ziel arbeiten Beseeler seit Jahrhunderten hin. Es gibt keine echten Aufzeichnungen darüber, wie die Beseelung entdeckt wurde, doch nachdem der Funke des Wissens einmal entzündet war, ließen sich die unvermeidlichen Entdeckungen nicht mehr aufhalten.

Im Jahr 2260 AI konnten Beseeler als Ergebnis ihrer aufwendigen Forschungen eine Seele erfolgreich bannen und übertragen. Die Versuchsperson des Experiments war ein unbekannter junger Mann, der zwar wohlhabend war, aber schwer krank. Seine Seele sollte aus seinem sterbenden Körper in den eines kürzlich bei einem Unfall ums Leben gekommenen Mannes übertragen werden. Der neue Körper, der nur geringfügigen Verfall aufwies, sollte der Seele ein Zuhause bieten und dem jungen Mann ein sehr viel besseres Leben bescheren. Das Ergebnis des Experiments führte zur Schmähung und zum Verbot der Beseelung im aedyrischen Reich.

Wir besitzen keine echten Aufzeichnungen darüber, was geschehen ist (sie wurden nach dem Verbot der Beseelung allesamt vernichtet). Es wurde jedoch ein Tagebuch entdeckt, eine Art Geständnis eines Teilnehmers. Es folgen Auszüge aus diesem Tagebuch:

2260 AI, 16. Fonprima
Es ist getan, mögen die Götter uns unsere Arroganz vergeben. Ich weiß nicht, was ich erwartet hatte – sicherlich nicht … das. Aber was haben wir überhaupt erwartet?

Dennoch, unter der Abscheu spüre ich auch einen Hauch von Stolz, das kann ich nicht leugnen. All die Forschungen. Die Studien. Alles, worauf wir hingearbeitet haben. Wir dachten, wir würden die Welt verändern. Und wie sie sich verändert hat!

Es war alles bereit. Die kranke Gestalt, die auf dem Tisch neben ihrem neuen Behälter lag. Die Ausrüstung war vorbereitet. Die Tinkturen und Tränke waren sorgfältig hergestellt worden. Jedes noch so kleine Detail war gewissenhaft vorbereitet, um den Erfolg der Prozedur zu gewährleisten. Und wir waren erfolgreich, oh ja, das waren wir.

Die Prozedur verlief genau wie geplant. Die Seele … aus dem alten Körper extrahiert … festgehalten … gebunden, damit sie nicht weiterzieht. Dann der nächste Schritt – die Übertragung auf den frischen Behälter. Es war wunderschön und Furcht erregend. Ich lauschte den Worten der Bindung. Ich sah, wie die Seele sich bewegte – nicht die Seele selbst, versteht sich, sondern den Dampf, den wir verwenden, um sie zu entdecken –, als sie hinab in den Behälter glitt. Ein sanftes Leuchten bedeckte den Körper und dann … nichts.

Schweigen. Dunkelheit. Ich hielt den Atem an, in der Sorge, dass selbst die kleinste Störung unsere ganze harte Arbeit zerstören würde.

Dann bewegte sich etwas. Dann … liebe Götter … dann …

Blut.

Wie ich überlebt habe? Ich weiß es nicht. Der Behälter erhob sich von dem Tisch und der Raum atmete wieder. Alle, die um den Tisch gedrängten waren, atmeten aus. Einige jubelten. Wir hatten Leben aus dem Tod erschaffen. Wir waren ewig geworden. Der Körper schloss die Augen und neigte den Kopf zur Seite, als würde er auf irgendetwas warten – oder etwas lauschen. Dann schlug er plötzlich die Augen auf und bewegte sich. Seine Lippen zogen sich in einem grauenhaften Ausdruck des Zorns von seinen Zähnen zurück. Er fiel über den Mann her, der ihm am nächsten Stand, zerriss ihm die Kehle, warf ihn zu Boden. Der Raum explodierte. Die Leute schrien, riefen, rannten, drängelten, schubsten – taten alles, um vor der Kreatur zu fliehen, die auf ihrem Kollegen saß.

Doch kurz bevor das geschah, in dem Wimpernschlag vor dem Chaos, als nichts in der Luft lag als eine betäubte, geschockte Stille, hörte ich es. Es saß auf seiner Brust, sein Gesicht bei seinem Hals.

Und es aß.